Mein Traumfänger

Mein Traumfänger


Traumfänger

Mein Zebra, das ich nicht hatte.

Nachts wiehert es galoppiert
durch die Stadt wirft
seine Streifen auf die Strasse kneift
den Herren in die Waden schüttelt
aus seiner Mähne mein Lachen
überspringt meine Sorgen.

Gern gäb ich ihm einen Namen
Black and White oder Dream Catcher,
das grämt ihn.

Tagsüber dreht er Pirouetten
auf meiner Bettdecke, doch gibt er sich nicht
zu erkennen.

© Chr.v.M.

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Der Pfingstrosenstrauß.

Der Pfingstrosenstrauß.

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Tanzendes Sonnenlicht auf prallgefüllten
Blütenköpfen ausgefranst vom Winken
golddurchwirkt von Staubgefäßen

Duft entschwebt ein Hauch Erinnerung an  
Zuckerwatte. Frühere Zeiten, wie sie
dornenlos.

Rubinüberlaufen schwer kippt Paionia purpurgefächert
läßt dem Sommer Flügel wachsen.Hängt
ihre Köpfchen samtig über Vasen.

Lächelnd in Feenstaun gebadet hier
an diesen sonnigen Pfingsttagen ein
sachtes Nicken zum Leben.

© Chr.v.M.

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Diese wunderschönen Traumbilder bekam ich   – mit Erlaubnis sie hier Einstellen zu dürfen –

von Mathilda . einfachtilda.wordpress.com

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Ich danke Dir sehr dafür !

Ich wünsche Euch ALLEN schöne Pfingsttage.

Christin

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Zimmer elf

Zimmer elf






Sie hetzen die zeit durch regennasse strassen, nur das rauschen
klebt an der türklinke von zimmer 11.

Hier atmen verlegen die stunden kippen in graublau
lichtbündel durch das hohe fenster, die sich tanzend
in stummen bücherregalen verfangen bis sie
ermüdend, breitbeinig – als schatten – auf meiner bettdecke landen.

SIE  hatte diesen punkt geklebt unsichtbar haltbar. dort
wo der stukk als blütenrandrose in die decke sich einband um
kichernd sich in zarten wölbungen wieder aufzuwerfen. fast trotzig
dann in gelbgewunden. augenmüde beobachtung und harren , wortloses verstehen.

da saß sie

bewegungslos erstarrt von meinem bestaunen. im unbeobachteten moment
dieses zarte drehen einer schlittschuhläuferin – sekundenatmend .

Dann schleuderte sie wie ein band den seidigen faden hinter
sich – wölbte ihren bauch wie eine schwangere und tanzte auf dem dünnen seil
in atemloser schönheit. © Chr.v.M.


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Bahnhofsduft.

Bahnhofsduft.

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Züge sind eingelaufen
Parken auf kühlen Gleisen
Türen schlagen das Tageslicht
Bahnsteige tragen ergeben.

Reisende sind ausgestiegen
Wartende suchen den Ankommenden
Hände tragen die Ferne im  Koffer
Herzen klopfen im Betreten des Kommenden.

Reisende sind eingestiegen
tragen die Erinnerung in die Ferne
binden ihre Erwartungen in Gepäcknetze
wandern Gedanken vorwärts.

Züge sind ausgelaufen
rattern dem Ausgang entgegen
stauben die Bahnsteige leer
tropft rotes Schlusslicht auf Bleibende.

© Chr.v.M.

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lass uns gemeinsam die aussicht genießen

lass uns gemeinsam die aussicht genießen


unser hochhaus
eintausend einhundertelf stufen
jede etage ein jahr

ich hüpfe über die sekunden ersteige
minuten überspringe alle stunden
treppen hochhastend durchrenne
ich die tagesgänge ganz außer atem
die letzten wochen bis nach oben
angekommen in den monaten dann

ein durchatmen auf der dachterasse der jahre
dort warte ich auf dich
gemeinsam der blick  zukunft

und alles im wir.

© Chr.v.M.

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Wenn sie Rollschuhe fahren…

Wenn sie Rollschuhe fahren…

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Wenn sie Rollschuhe fahren die Engel das es grollt,
platzt der Himmel in Grau, aus allen Nähten prasselt
das Nass bildet blubbernde Rinnsale auf aufgeweichten
Wiesenhängen schnappen Regenwürmer nach Luft, dazwischen
klemmen gelöste Blütenblätter über dem Erdwall im Wunsch
den Berg hinunter, verschluckt sich der Gulli wegabwärts grell
erleuchtet, vom Blitz wie getroffen verstummt die Welt bis das Klopfen
aufhört und der Nebel steigt  mit feuchten Socken und sich in den weinenden
Bäumen verfängt.© Chr.v.M.

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für die 21. Woche des Jahres 2012

für die 21. Woche des Jahres 2012

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Der weiße Samt des Wolkenhimmels schiebt
überdeutlich Falten auf Blau. Darunter franzt
ein Gänseblümchen wirft nackt das Gold ins Sonnenlicht.

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Im Flug der Fäden klebt eine Spinnenreise erwartungsvoll
an zarterblühten Bäumen. Des Frühlings bunte Hand ergreifen
auf  jeder Blüte winkt ein Zuhause. © Chr.v.M.

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